Erotik & Macht

Projekt
LUSTBEGEHRENBEGIERDEMACHT

Anlass für die Auseinandersetzung mit diesem Thema waren die massenhaften sexuellen Übergriffe zu Silvester 2015 auf der Kölner Domplatte.

Der Wunsch nach Sexualität beinhaltet: Drängen, Lust, starkes Verlangen, Bedrängen, Fiebern nach, Gelüsten nach, Habenwollen. Die Intensität sexuellen Begehrens reicht von Lust und Begehren über Begierde bis hin zu Macht und Gewalt. Sexualität hat jedoch auch ein bedrohliches, „animalisches“ Gesicht, sie kann über-mächtig werden.

Eine naive, einfache, wilde Darstellung der Köpfe, Körper und Bewegungen erscheint dafür angemessen, um auch das „Animalische“ und „Unkontrollierte“ des sexuellen Begehrens zu zeigen.

Die in diesem Projekt entstanden Werke beschäftigen sich mit dem breiten Spektrum der Sexualität – Lust, Begehren, Begierde, Macht und Gewalt:

Wo hört das eine auf, wo fängt das andere an? Wo ist die Grenze? Wer zieht diese Grenze?

Was passiert, wenn die Institutionen, die als Träger einer kultivierten, humanen, „gezähmten“ Lust und Begierde  gelten, selbst massenweise der sexuellen Übergriffen schuldig werden (Priester, Lehrer der Odenwaldschule…)?

Wie gehen wir damit um, dass Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen ganz andere Grenzen setzen?

Was bedeutet es, wenn ein amerikanischer Präsident glaubt, Frauen ganz selbstverständlich in den Schritt greifen zu können?

Und wie kommt es, dass es praktisch keinen Krieg gibt, in dem es nicht zu massenhaften Vergewaltigungen kommt (z.Z. gibt es weltweit 19 Kriege)?

Die Kunstwerke aus diesem Projekt sollen zur Auseinendersetzung mit solche und ähnliche Fragen provozieren.